Wegweiser für eine dialysegerechte Ernährung

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CalciumzufuhrWegweiser
Max. 2000 mg pro Tag

Häufig haben Dialysepatienten zwar eine verminderte Calciumaufnahme, da Calcium fast immer in den Nahrungsmitteln vorkommt, die auch viel Phosphat enthalten. Durch die Verwendung von Calcium als Standard-Phosphatbinder kommte es jedoch zu keiner Mangel- versorgung. Auch eine Störung des Vitamin-D- Stoffwechsels begünstigt die Entstehung eines Calciummangels, der auf Dauer zu Störungen des Knochenstoffwechsels führt.

 

Eiweißzufuhr
1,2 - 1,5 g pro kg Körpergewicht pro Tag

Während der Dialyse werden auch die Bausteine des Eiweißes (Aminosäuren) entfernt. Bei der CAPD noch mehr als bei der Hämodialyse, da rund um die Uhr dialysiert wird. Aus diesem Grund muss die Eiweißzufuhr erhöht werden, um einem Katabolismus entgegen zu wirken. Ein Gesunder isst in der Regel 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht pro Tag. Ein 70 kg Patienten muss also 20 - 40 g Eiweiß pro Tag zusätzlich aufnehmen. 20 g Eiweiß entsprechen einem Beutel Renapro oder Renergy, einem Renapro Shot oder 8 Tabletten Renamin (wird anders berechnet).

 

Energiezufuhr
30 - 40 kcal pro kg Körpergewicht pro Tag
(CAPD: abzüglich der Kalorien, die als Glukose im Dialysat enthalten sind)

Alles, was während der Dialyse unbeabsichtigt verloren geht, muss anschließend vom Körper ersetzt und neu gebildet werden. Das kostet Geld in Form von Energie. Laut Studien nimmt ein Dialysepatient in der Regel nur 20 - 25 kcal pro kg Körpergewicht pro Tag auf. Das Defizit bei einem 70 kg Patienten liegt also bei 350 - 700 kcal pro Tag und kann mit täglich einem Beutel Renergy oder Renamil ausgeglichen werden.

 

Flüssigkeitszufuhr
500 - 800 ml
zuzüglich Resturinmenge des Tages
zuzüglich Schweißmenge im Rahme von sportlichen Aktivitäten

 

Kaliumzufuhr
Max. 2000 mg pro Tag

Mit nachlassender Urinausscheidung sammelt sich im Körper Kalium an. Dies kann zu einer Kaliumvergiftung (Hyperkaliämie) führen, was im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und dem plötzlichen Herztod führt. Hauptursache der Hyperkaliämie ist die zu hohe Aufnahme mit der Nahrung. Daneben steigt der Kaliumspiegel auch, wenn der Körper zu wenig Energie erhält, weil beim Abbau von Körpersubstanz Kalium ins Blut gelangt.

 

Natriumzufuhr
1,6 - 2,4 g Natrium pro Tag
4,0 - 6,0 g Kochsalz pro Tag

Natrium (Kochsalz) fördert das Durstgefühl, so dass es vermehrt zu Wassereinlagerungen (Ödeme) kommt. Ein erhöhter Wasserbestand infolge unzureichender Ausscheidung und / oder vermehrter Zufuhr führt zudem zu erhöhtem Blutdruck.

 

Phosphatzufuhr
800 - 1000  mg pro Tag

Mit nachlassender Nierenfunktion kommt es zu einer Hyperphosphatämie, die langfristig zu Knochenveränderungen (Osteopathie) und einer Überfunktion der Nebenschilddrüse führt. Die Phosphatzufuhr gilt es daher unbedingt zu minimieren, indem phosphatreiche Lebensmittel gemieden werden.

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Werrastraße 1 a
35625 Hüttenberg
Tel. 06403 92160
Fax 06403 92163
E-Mail: mail@renacare.com

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